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Mirjam Neumeister, München

Tempel statt Dünen – Arkadien in den Niederlanden. Entwicklungen und Tendenzen holländischer Malerei nach 1650

In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.

Vortrag am 17. Juni 2009, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10, 80333 München

Mit dem Erscheinen des dritten Bandes ist das 2000 begonnene Forschungsprojekt der Bestandskataloge zur „Holländischen Malerei des Barock im Städel“ abgeschlossen. Die Aufteilung der Bände nach den Lebensdaten der Künstler erlaubt einen differenzierteren Blick auf das „Goldene Zeitalter“: Auf eine innovative Phase zu Beginn des 17. Jahrhunderts, in der ein unverwechselbarer Stil entwickelt wurde, folgte eine Anpassung an internationale Vorbilder. Individuelles wich der Norm, und dies manifestiert sich deutlich in einer veränderten Maltechnik. Die „typisch holländischen“ Themen jedoch waren weiterhin gefragt und lebten bis ins 19. Jahrhundert fort. Der Vortrag stellt die wichtigsten Ergebnisse des dritten Bandes vor und zeigt, wie die Künstler nach 1650 mit einer verfeinerten Malweise, die an die Stelle der spontanen, stark individualisierten Künstlerhandschrift tritt, auf die Wünsche potenter Auftraggeber und die Nachfrage eines internationalen Kunstmarktes reagierten.

Dr. Mirjam Neumeister
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Städtebau an der Universität Bonn, 1999 Promotion mit einer Dissertation zum „Nachtstück mit Kunstlicht in der niederländischen Malerei und Graphik des 16. und 17. Jahrhunderts“. 1999 bis 2007 Volontariat und anschließend Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Städel, Frankfurt am Main. Bearbeitung der Bände 1 und 3 (Band 2: León Krempel) des wissenschaftlichen Bestandskataloges zur Holländischen Barockmalerei im Städel; Entwicklung und Durchführung von Ausstellungen, darunter: „Die Entdeckung der Kindheit. Das englische Kinderporträt und seine europäische Nachfolge“. Seit November 2007 Referentin für Flämische Malerei an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München.

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Letzte Änderung: 18.03.2009