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Ekkehard Mai, Köln

Die Akademien und die offizielle Kunst - Funktion und Rolle der Historienmalerei im Vergleich

Vortrag am 14. Dezember 2005, 18 Uhr c.t.
Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10

Seit den Malereitheorien des Cinquecento in Italien fungierte das Historienbild als umfassende und wichtigste Aufgabe des Malers. Akademien und Künstlerausbildung wurden nachfolgend davon weitgehend bestimmt. Die Systematisierung der Lehre und die Dienstbarkeit der Kunst wurden vor allem ausgangs des 18. und im Verlauf des 19.Jahrhunderts zur beherrschenden Frage von Selbstverständnis und Funktion der Kunstakademien für Staat und Nation. Der Wandel der Historien- zur nationalen Geschichtsmalerei hatte dabei maßgeblich Anteil an der Entstehung einer offiziellen Kunst. Die Synopse der Ziele und Lehrprogramme deutscher Kunstakademien im europäischen Vergleich mit den Konsequenzen für Inhalt und Form der Historienmalerei gegen Ende des 19.Jahrhunderts steht im Mittelpunkt einer knapp gefassten "tour d'horizon".

Prof. Dr. Ekkehard Mai
Seit 1983 stellvertretender Direktor des Wallraf-Richartz-Museums - Fondation Corboud, in Köln. Promotion 1974 über Porträt und Kunsttheorie am Hofe Ludwig XIV. Danach bei den Staatlichen Museen in Berlin und an der TH Darmstadt, sowie als Kunstkritiker tätig. Projektkreis der Fritz Thyssen Stiftung "Kunst, Kultur und Politik im Deutschen Kaiserreich" zusammen mit Prof. Dr. S. Waetzoldt; Lehraufträge in Köln u.a.; zahlreiche internationale Ausstellungen in Kooperation mit Belgien, Frankreich, Holland, Kanada, Österreich und der Schweiz, sowie Publikationen zur Kunst vom 16. bis 20. Jahrhundert.

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Letzte Änderung: 08.12.2010