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Stiftung Bibliothek Herzog Franz zur Kunst der Moderne an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München

Freitag, 3. April 2009, 11.00 Uhr
Großer Lesesaal der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte

Grußworte von Wolf Tegethoff, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst und Herzog Franz von Bayern

Festvortrag von Walter Grasskamp, Akademie der Bildenden Künste München:
Die Gesellschaft der Bücher
Festvortrag von Walter Grasskamp als PDF-Datei Text des Festvortrags als PDF-Datei

  Das von Heinz Butz gestaltete Bücherzeichen für die von Herzog Franz von Bayern gestifteten Bücher
Das von Heinz Butz gestaltete Bücherzeichen für die von Herzog Franz von Bayern gestifteten Bücher

Herzog Franz von Bayern, international angesehener Sammler moderner Malerei und Graphik, hat seine umfangreiche Bibliothek zur Kunst der Moderne dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München übergeben. Das 1946 gegründete Zentralinstitut für Kunstgeschichte, das einzige außeruniversitäre kunsthistorische Forschungsinstitut in Deutschland, versteht sich als international orientiertes Wissenschaftsforum. Es besitzt eine ca. 465.000 Bände umfassende Kunstbibliothek, die zu den weltweit größten und am besten erschlossenen kunsthistorischen Fachbibliotheken zählt, sowie eine Photothek mit teilweise unikalen Beständen.

Der über mehrere Jahrzehnte gewachsene, etwa 15.000 Bände umfassende Buchbestand aus dem Besitz von Herzog Franz setzt sich aus Werkverzeichnissen und Künstlermonographien, Ausstellungs- und Galeriekatalogen sowie Künstlerbüchern zur Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart zusammen. Neben Malerei, Plastik, Installationen etc. sind Graphik und Photographie Schwerpunkte der Bibliothek, die auch die breiten Interessen von Herzog Franz als Kunstsammler und Förderer von Kunstinstitutionen in Bayern widerspiegelt. Zahlreiche der nun an das Zentralinstitut gelangten Publikationen (z.B. Galeriekataloge und künstlerbuchartige Produktionen) sind sehr selten.

Die Stiftung stellt eine weitere hochwillkommene Ergänzung der Bestände im zunehmend stärker frequentierten Bereich der Moderne dar. Sie folgt auf andere in den letzten Jahren übergebene Schenkungen aus den Nachlässen der Münchner Galeristen Etta und Otto Stangl, der Kunstkritikerin Doris Schmidt oder auch des Den Haager Museumsleiters und Mondrian-Spezialisten L. J. F. Wijsenbeek. Die als Präsenzbibliothek sowie über ihre Internet-Services für ein breites Fachpublikum zugängliche Bibliothek des Zentralinstituts fügt sich so exzellent in das internationale Netzwerk der auf diesem Gebiet tätigen kunsthistorischen Forschungseinrichtungen ein.

Die Bestände der Schenkung werden so schnell wie möglich in der gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Institut in Florenz und der Bibliotheca Hertziana, Rom, (Max-Planck-Institute) geführten Verbunddatenbank www.kubikat.org nachgewiesen und für das Publikum zugänglich gemacht. Seltene bzw. besonders gestaltete Publikationen werden in den Rara-Bestand der Bibliothek aufgenommen. Durch die Vervollständigung des Bestandes verbessern sich die Arbeitsbedingungen im Freihandbereich. Ein zusätzlicher Lese- und Studienbereich soll mit einem spezifischen Referenzbestand zur Kunst des 20./21. Jahrhunderts einschließlich der Photographie ausgestattet werden.

Geplant ist in diesem Zusammenhang die Einrichtung eines Studienzentrums, das in Kooperation mit den in München tätigen Institutionen im Bereich der Moderne und der Gegenwartskunst (Museen, Ausstellungshäuser, Akademie, Kunstverein, Galerien, Archive, Privatsammlungen) etabliert werden soll. Durch die Ausstattung mit Forschungsstipendien, durch Vortragsreihen und Tagungen soll das Studienzentrum zur Erforschung und Vermittlung der Gegenwartskunst beitragen.

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Ansprache des Staatsministers für Wissenschaft Forschung und Kunst Wolfgang Heubisch im großen Lesesaal der Bibliothek
 
Festvortrag von Prof. Dr. Walter Grasskamp, Akademie der Bildenden Künste München, im großen Lesesaal der Bibliothek
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Dank an Herzog Franz durch den Vorsitzenden des Freundeskreises CONIVNCTA FLORESCIT, Bruce R. Livie (links) Besichtigung von Rariora aus der Schenkung und aus dem Frankreich-Schwerpunkt der Bibliothek im Studiensaal der Photothek

Photographien: Margrit Behrens

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Letzte Änderung: 30.11.2009