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Stiftung Bibliothek Herzog Franz zur Kunst der Moderne an das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München

Herzog Franz von Bayern, international angesehener Sammler moderner Malerei und Grafik, hat seine umfangreiche Bibliothek zur Kunst der Moderne dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München übergeben. Diese Schenkung wurde mit einem Festakt am 3. April 2009 im Großen Lesesaal der Bibliothek im Beisein des Stifters und des Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefeiert. Den Festvortrag hielt Walter Grasskamp. 

Das von Heinz Butz gestaltete Bücherzeichen für die von Herzog Franz von Bayern gestifteten Bücher
Der über mehrere Jahrzehnte gewachsene, etwa 15.000 Bände umfassende Buchbestand aus dem Besitz von Herzog Franz setzt sich aus Werkverzeichnissen und Künstlermonografien, Ausstellungs- und Galeriekatalogen sowie Künstlerbüchern zur Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart zusammen. Neben Malerei, Plastik, Installationen etc. sind Grafik und Fotografie Schwerpunkte der Bibliothek, die auch die breiten Interessen von Herzog Franz als Kunstsammler und Förderer von Kunstinstitutionen in Bayern widerspiegelt. Zahlreiche der nun an das Zentralinstitut gelangten Publikationen (z.B. Galeriekataloge und künstlerbuchartige Produktionen) sind sehr selten. Das von Heinz Butz gestaltete Bücherzeichen für die von Herzog Franz von Bayern gestifteten Bücher

Im Jahr 2010 übergab Herzog Franz der Bibliothek des Zentralinstituts darüber hinaus eine wertvolle Sammlung von vorwiegend aus dem Münchner Kontext stammenden Künstlerbüchern bzw. limitierten Editionen von Galeriekatalogen mit Originalgrafiken. Hierbei handelt es sich um eine im Wesentlichen von dem Galeristen Fred Jahn erworbene Kollektion von Produktionen von den sechziger Jahren bis zur Gegenwart. S.K.H. Herzog Franz fördert seit 2009 auch in überaus großzügiger Weise die laufenden Neuerwerbungen der Bibliothek zur Kunst des 20./21. Jahrhunderts.

Nach anderen in den letzten Jahren übergebenen einschlägigen Schenkungen, wie z. B. die Schenkungen aus den Nachlässen der Münchner Galeristen Etta und Otto Stangl und der Kunstkritikerin Doris Schmidt, stellt die Förderung durch Herzog Franz von Bayern den für die Konstituierung eines Schwerpunktes zum 20./21. Jahrhundert an der Bibliothek des ZI entscheidenden Schritt dar.

Die Bestände der Schenkung werden mit Unterstützung des Fördervereins CONIVNCTA FLORESCIT und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) so schnell wie möglich in der gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Institut in Florenz, der Bibliotheca Hertziana, Rom, (Max-Planck-Institut) und künftig auch dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Paris, geführten Verbunddatenbank www.kubikat.org nachgewiesen und für das Publikum zugänglich gemacht. Seltene bzw. besonders gestaltete Publikationen werden in den Rara-Bestand der Bibliothek aufgenommen. Durch die Vervollständigung des Bestandes verbessern sich die Arbeitsbedingungen nochmals erheblich. Ein zusätzlicher Lese- und Studienbereich mit einem spezifischen Referenzbestand zur Kunst des 20./21. Jahrhunderts einschließlich der Fotografie soll möglichst bald eröffnet werden. Er ist Teil des DFG-geförderten Projektes „Aufbau des ‚Studienzentrums zur Moderne – Bibliothek Herzog Franz von Bayern’ als neue Forschungsumgebung in der Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte“, das in Kooperation insbesondere  mit den Münchner Institutionen im Bereich der Moderne und der Gegenwartskunst (Museen, Ausstellungshäuser, Akademie, Kunstverein, Galerien, Archive, Privatsammlungen) ins Werk gesetzt werden soll. Auch mit Vortragsreihen und Tagungen, eine eigene Schriftenreihe und speziellen Stipendien soll das Studienzentrum zur Erforschung und Vermittlung der Gegenwartskunst beitragen.

Festvortrag von Walter Grasskamp als PDF-Datei Text des Festvortrags als PDF-Datei
 Gern senden wir Ihnen den Festvortrag auch als Broschüre zu.

 

Bilder von Festakt am 3. April 2009

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Ansprache des Staatsministers für Wissenschaft Forschung und Kunst Wolfgang Heubisch im großen Lesesaal der Bibliothek
 
Festvortrag von Prof. Dr. Walter Grasskamp, Akademie der Bildenden Künste München, im großen Lesesaal der Bibliothek
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Dank an Herzog Franz durch den Vorsitzenden des Freundeskreises CONIVNCTA FLORESCIT, Robert Bruce Livie (links) Besichtigung von Rariora aus der Schenkung und aus dem Frankreich-Schwerpunkt der Bibliothek im Studiensaal der Photothek

Fotografien: Margrit Behrens

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Letzte Änderung: 11.05.2011