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Forschungsreferat und Stipendiatenbetreuung - Stipendiaten


Dr. Michael Stöneberg

Vita

1983-88 Ausbildung und Berufstätigkeit als Tischler. Anschließend Studium der Kunstgeschichte, Germanistik sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Göttingen, Santa Barbara (USA) und Köln. 2006 Grundständige Promotion an der Universität Göttingen mit der Dissertation "Arthur Köster und das Bild vom 'Neuen Bauen'. Der Beitrag des Berliner Architekturfotografen zur Vermittlung moderner Architektur in Deutschland 1926-33". 2006 Studie über die zeitgenössischen Fotos der Jugendstil-Kuranlagen Bad Nauheims als Katalogbeitrag zur Ausstellung "Bauen für ein neues Leben - ein Fotograf zeigt den Jugendstil 1905-1911" in Bad Nauheim. Oktober 2007 bis Mai 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg: Ausstellung und Katalog "Titzenthaler. Vier Fotografen, drei Generationen, 100 Jahre Fotografie"

Publikationen von Michael Stöneberg im Katalog der Bibliothek


Forschungsvorhaben

Entwicklungen in der deutschen Architekturfotografie 1890-1925

Mangels Zeit, Mobilität und Gelegenheit für eigene Anschauung fungierten in Printmedien eingebundene Fotografien als zentrales Vermittlungsmedium von Architektur - sowohl für die Architektenschaft, interessiertes Publikum und nicht zuletzt auch die Kunstwissenschaft. Diese erst in jüngster Zeit durch virtuelle Darstellungsformen aufgeweichte Dominanz begann um 1890, als die entsprechende Drucktechnik in breiterem Umfang zur Verfügung stand. Das in Architekturzeitschriften und -büchern gedruckte Foto löste zur Präsentation zeitgenössischer Bauten die Verbreitung von Originalfotos oder Foto-Reproduktionen mittels Mappenwerken ebenso ab wie zeichnerische Perspektivdarstellungen in Druckwerken.

Das Forschungsvorhaben widmet sich den ersten Dekaden der publikationsgebundenen Architekturfotografie in Deutschland. Für den Zeitraum 1890-1925 sollen Positionen und Entwicklungen der architekturfotografischen Bildästhetik erfasst und deren maßgebliche Protagonisten identifiziert werden. Dies erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Entstehung einer spezifischen Bildsprache zur Darstellung (proto-)moderner Architektur.

Als mit Beginn der wirtschaftlichen Konsolidierung nach dem Ersten Weltkrieg, ab Mitte der zwanziger Jahre immer mehr Bauten im modernen Idiom errichtet wurden, stand diese Bildsprache einigen Fotografen bereits in vollem Umfang zur Verfügung. Durch zahlreiche Veröffentlichungen zu prominenten Beispielen des 'Neuen Bauens' setzte sie sich bis zum Ende des Jahrzehnts als vorherrschender architekturfotografischer Darstellungsstil durch, unter maßgeblichem Einfluss des auf die Moderne spezialisierten Architekturfotografen Arthur Köster (1890-1965). Die in der eigenen Köster-Studie herauspräparierten Mittel und Wirkungsmechanismen dieser 'Werbefotografie der Architekturmoderne' sollen bis zu ihren Ursprüngen zurückverfolgt werden.

Kontakt über Dr. Iris Lauterbach

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Letzte Änderung: 03.12.2008