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Forschungsreferat und Stipendiatenbetreuung - Stipendiaten


Dr. Britta Hentschel

Vita

1996-2003 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Katholische Kirchengeschichte in München, Rom und Bonn. 2004-2006 Stipendiatin des internationalen ETH- Graduiertenkollegs „Stadtformen. Bedingungen und Folgen“, 2006-2007 Promotionsstipendiatin an der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom und wissenschaftliches Mitglied des Schweizerischen Instituts in Rom. Seit 2007 Assistentin für Architektur- und Kunstgeschichte an der ETH Zürich.
Ihre 2009 an der ETH abgeschlossene Promotion zu „Gaetano Koch (1849-1910). Bauen für das Dritte Rom“ wurde mit dem Theodor-Fischer-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München ausgezeichnet. In einem neuen Forschungsprojekt widmet sich Britta Hentschel der Architekturgeschichte der Armut.


 „Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes“. Fürsorgeeinrichtungen und Armenhäuser im Fokus

Das Forschungs- und Habilitationsprojekt „Eine Architekturgeschichte der Armut“ an der ETH Zürich untersucht die Anfänge einer Architektur für Bedürftige, ihren historischen Werdegang in mannigfaltiger Form und Ausprägung und fragt nach spezifischen Bautypologien.

Der Betrachtungsrahmen spannt sich von der klassischen Antike über das aufkommende Christentum mit seinem wirkungsmächtigen Gebot der Nächstenliebe und den ersten dezidierten Armutsarchitekturen des Mittelalters an Hand von exemplarischen Fallstudien weiter zu den unterschiedlichen Versorgungskonzepten der Renaissance und den großen Alberghi dei Poveri bis hin zur Weiterentwicklung dieses Typus in der modernen Gefängnis- und Krankenhausarchitektur sowie im sozialen Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts.

Mit der Frage nach Zuständigkeit und Verantwortlichkeit für die Bedürftigen fällt das Schlaglicht auf die jeweilige Regierung, den Regenten bzw. Monarchen oder Fürsten. Zwischen inszenierter Fürsorge und Ausgrenzung ponderierend, spiegelten und spiegeln sich Gesellschaften und ihre jeweiligen sozialen wie hierarchischen Vorstellungen im Umgang mit den Niedrigsten.

Der Workshop am Zentralinstitut für Kunstgeschichte wird insbesondere die frühen Hospitäler, Xenodochien und Siechenhäuser als Orte der gelebten Armutsbekämpfung und Fürsorge näher beleuchten.

Kontakt über Dr. Iris Lauterbach

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Letzte Änderung: 11.06.2010