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Tagungsflyer als PDF-Datei
Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte und der Bezirksausschuss Maxvorstadt
veranstalten eine öffentliche Tagung zur Geschichte der staatlichen und städtischen
kunsthistorischen Institutionen Münchens in den Jahren um 1947. Gemeinsame
Probleme und Aufgaben waren die Entnazifizierung sowie der architektonische,
strukturelle und personelle „Wiederaufbau“. Die Tagung soll das Spektrum der
kunsthistorischen Einrichtungen Münchens in der spezifischen historischen
Konstellation der Nachkriegsjahre herausarbeiten.
Anlass der
Veranstaltung ist das 60jährige Bestehen des Zentralinstituts
für Kunstgeschichte, das im März 1947 seine Tätigkeit aufnahm. Die Gründung
des Zentralinstituts für Kunstgeschichte geht auf den
„Central Art Collecting Point“ zurück. Diese Sammelstelle für Beutekunst war
unmittelbar nach Kriegsende von der amerikanischen Militärregierung am
Königsplatz eingerichtet worden, um diejenigen Kunstwerke zusammenzuführen
und an die rechtmäßigen Eigentümer zu restituieren, die von den
Nationalsozialisten in ganz Europa konfisziert oder unter fragwürdigen
Umständen erworben worden waren. Im Auftrag der Militärregierung und
gemeinsam mit einer internationalen Kollegenschaft aus den vormals besetzten
bzw. gegnerischen europäischen Ländern arbeiteten im „Central Collecting
Point“ auch deutsche Kunsthistoriker. Die wissenschaftliche Kooperation
gestaltete sich so positiv, dass der erste Direktor des „Collecting Point“,
der Kunstschutzoffizier Craig Hugh Smyth (1915-2006), anregte, hier
dauerhaft eine kunsthistorische Forschungsstätte einzurichten. Das
Zentralinstitut für Kunstgeschichte sollte die Wiederbelebung der deutschen
Kunstgeschichte im internationalen Rahmen fördern. Mit dem „Collecting
Point“ und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte waren auch die Münchner
Museen und die kunsthistorischen Hochschulinstitute personell und
strukturell eng verflochten.
Das Zentralinstitut für
Kunstgeschichte ist heute das einzige außeruniversitäre kunsthistorische
Forschungsinstitut in Deutschland. Es versteht sich als international
orientiertes Wissenschaftsforum und bietet mit einer der weltweit
umfangreichsten und am besten erschlossenen kunsthistorischen
Fachbibliotheken einzigartige Arbeitsmöglichkeiten für eine zügige und
effektive kunsthistorische Recherche.
Veranstaltungsort
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Vortragssaal (Raum 242)
Meiserstraße 10
80333 München
ð Anfahrt und
Lageplan
Programm
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9.00 |
Begrüßung |
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Hochschulen |
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9.15 |
Monika Melters
Der Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Technischen Hochschule München |
| 9.45 |
Christian Fuhrmeister
Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität |
| 10.15 |
Birgit Jooss
Die Akademie der Bildenden Künste |
| 10.45 |
Kaffeepause |
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Museen |
| 11.15 |
Irene Netta
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus |
| 11.45 |
Wolfgang Till
Das Historische Museum der Stadt München |
| 12.15 |
Michael Koch
Das Bayerische Nationalmuseum |
| 12.45 |
Mittagspause |
| 14.15 |
Susanne Wagini: Die Staatliche Graphische Sammlung |
| 14.45 |
Martin Schawe
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen |
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Städtebau, Architektur und Wiederaufbau |
| 15.15 |
Johannes Hallinger
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege |
| 15.45 |
Kaffeepause |
| 16.15 |
Johannes Erichsen
Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen |
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Die Maxvorstadt 1947 |
| 16.45 |
Ulrike Grammbitter
Die Diskussion um den Wiederaufbau der ludovizianischen Museen in
der Maxvorstadt |
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Abendvortrag |
| 19.00 |
Iris Lauterbach: Central Art Collecting Point, Zentralinstitut
für Kunstgeschichte und Amerikahaus - Zur Kultur- und
Ausstellungspolitik der Amerikanischen Militärregierung für München
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Anschließend
lädt das Zentralinstitut für Kunstgeschichte zu einem Umtrunk ein.
Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bei:
Dr. Iris Lauterbach
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Meiserstr. 10
80333 München
Tel. 089/289-27562
1947@zikg.eu
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