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:: Die Tagungsakten
sind im Januar 2008 als Buch erschienen
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Der Zeitraum zwischen 1918 und 1968 ist auf
unterschiedlichen Ebenen gleichermaßen von mentalen Kontinuitäten,
kulturellem Wandel und politischen Brüchen gekennzeichnet. Diese politik-,
kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Bezüge bildeten die kultur- und
wissenschaftspolitischen Kontexte für die Entwicklungen in den
Kunsthochschulen. Vor diesem Hintergrund der Zeitgenossenschaft und abhängig
vom jeweiligen Verhältnis zu den konkurrierenden Strömungen wurde darüber
entschieden, wer mit seiner ästhetischen Sprache als bedeutsam erschien.
Das Selbstverständnis der Künstler ist in höchst
variierender Weise in diese Entwicklungen verwoben. Die Begriffe Akademismus
und Avantgarde kennzeichnen die Pole eines Spannungsfeldes von deutscher
Kunst und internationaler Modernität, in dem sich die Künstlerindividuen
orientierten und im Zeitverlauf bewegten.
Die Transformationen des kulturgeschichtlichen Wandels bildeten sich in den
Kunsthochschulen und deren Kollegien in unterschiedlicher Weise ab. Diese
stifteten als Institutionen mit den überwiegend auf Lebenszeit berufenen
Professoren jahrzehntelange Kontinuität. Darüber hinaus waren sie der
legitime Ort von Auseinandersetzungen, um die unterschiedlichen Auffassungen
vom Künstlerhabitus zu klären, neue Formen des künstlerischen
Ausdruckswillens zu integrieren oder Abgrenzungen hiervon zu erklären.
Die Entwicklungen in den einzelnen Kunsthochschulen lassen
sich nur im Vergleich angemessen erfassen, charakterisieren und verstehen.
Der Fokus der Tagung liegt jedoch auf der Akademie der Bildenden Künste
München.
Wolfgang Ruppert, Universität der Künste
Berlin
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